Vision für den Beratungsführer


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Werner Jentsch schrieb 1990 zum Thema Erneuerung der christlichen Seelsorge in Deutschland:

»Angesichts ihrer heutigen Situation tut eine Erneuerung der Seelsorge dringend Not. Die Krisen und Definitionen ihres Vollzuges, die Ängste und Versuchungen ihrer Träger sind weder zu übersehen noch wegzumanipulieren. Aber es muss eine echte Erneuerung sein. Nicht alles, was ›neu‹ heißt, ist wirklich neu. Paul Tillich hat einmal mit Recht gesagt: ›Die bloße Tatsache, dass etwas später ist, macht es noch nicht göttlicher. Nirgendwo in der Bibel ist davon die Rede, dass Gott den ständigen Fortschritt vom Schlechten zum Besseren garantiert. Gott ist nicht ein Gott des Fortschritts, sondern ein Gott des Neuen.‹ Das wirklich Neue ist also nicht das Spätere, das bloß Moderne, sondern das ›ganz Andere‹, das aus Gott geboren wird (1. Joh. 5, 4). Erneuerung ist und bleibt Gabe und Aufgabe, Regeneration und Innovation.«
(W. Jentsch, Brennpunkt Seelsorge 2/90)

Biblisch- christlich fundierte Therapie, Beratung und Seelsorge sowie Schulung und Ausbildung sind ein wichtiger Teil von Gottes Herzensanliegen für unser Land.

Vision und Anliegen des Beratungsführers ist es, dieses sichtbar und zugänglich zu machen. Des Weiteren sollen zunehmende Vernetzung, das bessere Umeinander Wissen der verschiedenen Arbeiten und eine schnellere und verbesserte Zusammenarbeit unter Kolleginnen und Kollegen in diesem Bereich angeregt werden. Nicht zuletzt will der Beratungsführer mit seinem Angebot dazu ermutigen, dass der gesamte Bereich christlicher Beratung und Seelsorge ein klares und vernehmbares fachliches und geistliches Profil in unser Land hinein zeigt. Herausgeber und Fachbeirat wünschen sich, dass sich alle im Beratungsführer aufgeführten und auch viele weitere Einrichtungen in diesen gemeinsamen Entwicklungsprozess mit hineinnehmen lassen.




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